Kategorie: Lyrik

  • Der Graben
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    Der Graben

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    Nach einen Gedicht von Kurt Tucholsky über die Sinnlosigkeit vom Krieg Mutter, wozu den Sohn aufgezogen? Hast es zwanzig‘ Jahr freiwillig gewählt das Glück kam dir vielleicht zugeflogen und du hast ihm leise alles erzählt? Bis sie ihn dir weggenommen haben. Für den Graben, Mutter, für den Graben. Junge, kannst du noch an Vater denken?…

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  • Trinklied

    Trinklied

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    Aus der Operette Maske in Blau von Johann Strauss youtu.be/e0v3V_pj1oI?si=MBIU1qFb1JMcxub Trinken, trinken, trinken gern für eine schöne Runde schwärm Was machen mit schönen Tag und ich dich jetzt einfach frag in Sehnsucht jetzt versinken will ich mich trauen wollt mich niemals binden soll was aufbauen Glücklich ist, wer vergisst, verführt mit so feiner List das…

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  • Polenstädtchen

    Polenstädtchen

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    Die Volksweise als Antikriegslied umgedichtet In einem Polenstädtchen, da lebte einst ein Mädchen, die war so schön,/:sie war das allerschönste Kind, das man in Polen find’t,aber nein, aber nein, sprach sie, ich küsse nie! (2x) Ich führte sie zum Tanze, da fiel aus ihrem Kranze ein Röslein rot./. Ich hob es auf von ihrem Fuss,…

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  • Donaulied

    Donaulied

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    Eine Volksweise modernisiert, die Verherrlichung wurde durch prekäre Arbeiten ersetzt Einst ging ich am Strande der Donau entlang, Ohohoholalala,am Ufer da lag so viel Flaschenpfand, Ohohoholalalaam Ufer da lag so viel Flaschenpfand (2x) Die Flaschensammler die streiten sich darum, Ohohoholalalain uns’rer Gesellschaft da läuft es halt krumm, Ohohoholalalain uns’rer Gesellschaft da läuft es halt krumm(2x)…

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  • Wer ist wohl schuld

    Wer ist wohl schuld

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    Die typischen Schuldzuweisungen, die wir gerne verwenden Hier der Link zur Originalversionhttps://youtu.be/HWEJB8iRhzU?si=GdIVl1dpFDgBGamyPutin ist schuld, Söder ist schulddas fällt uns immer eindu hast recht, so muss es sein Wähler sind schuld, Sahra ist schuldunser liebstes Zitatwir wissen keinen Rat Wer ist wohl schuld – werden eingelullt – das ist heut Kultschieben die Verantwortung wegdas ist doch…

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  • Wiener Blut

    Wiener Blut

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    Der bekannte Walzer von Johann Strauss, angereichert mit ein paar Eindrücken aus Wien Hier der Link zur Originalmelodiehttps://youtu.be/7NjHZ7ouIOs?si=UEBk3Z9PQ6zTePVm Wiener Blut – sei auf der Hut – das tut so gut – tut so gut – tut so gutWiener Blut – gibt uns Mut – das tut so gut – tut so gut – so gut…

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  • Augen der Grossstadt

    Augen der Grossstadt

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    Nach einen Gedicht von Kurt Tucholsky über die Hetze in der Grossstadt Wenn du zur Arbeit gehstam frühen Morgen,wenn du am Bahnhof stehstmit deinen Sorgen:da zeigt die Stadt – dir asphaltglattim Menschentrichter – Millionen Gesichter: Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,ein Lächeln, Pupillen, AugenliderWas war das? vielleicht dein Lebensglück…vorbei, verweht, nie wieder. Du gehst dein…

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  • Liselott

    Liselott

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    Die Geschichte einer Frau, die für Gleichheit kämpft nach der Melodie von Eduard Künneke Hier der Link zur Melodiehttps://youtu.be/y80Y8on_Y9g?si=XTmlYAwRf_jU-iN9 Liselott du kennst die Macht der Frauenes wäre eine Friedensgarantiemüssen ihnen mehr vertrauenaltes Denken verschwind durch siewer soll Verantwortung wohl tragenwer liebt mit Herzen die Friedenswelteine and’re Sicht wagenso wird das Leben erhellt Vorbei mit Macht…

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  • Armer Wandergesell

    Armer Wandergesell

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    Ein Lied von Künneke über einen Wandergesell, ein bekanntes Operettenstück, zur Sehnsucht im Leben Hier der Link zur Melodiehttps://youtu.be/_jEIHf4uD-w?si=GYeHppT_TAZgmEU8 Ich bin ein armer müder Wandergesellso seid gegrüsst, und wünsch ne schöne Nachtdem Tag viel erlebt und ging auch so schnellund er hat mir so viel Freudegebracht Heididi, heidida, heididi, heidida! Was will ich denn mit…

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  • Glückliche Reise

    Glückliche Reise

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    Ein bekanntes Lied zur Operette Glückliche Reise, mit einem Schuss Swing. Hier der Link zur Melodiehttps://youtu.be/jZt_IJUmjvg?si=AA5GduAHsSMGrZom Glückliche Reise! Auf meine WeiseJeder Tag schenkt mir neues GlückEgal ob Kronach oder Berlinein glücklicher Mensch binob Berge oder Seeimmer zieht hinaus das Fernweh Glückliche Reise! Bin da gern leisefreu mich an der schönen Weltegal mit Auto oder Zugreisen…

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  • Grüss euch Gott

    Grüss euch Gott

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    Die freudige Begrüssung von Johann Strauss aus dem Vogelhändler Hier der Link zur Melodiehttps://youtu.be/RjRjYL070HY?si=2_4zlqf8HE8elpHT Grüss euch Gott alle miteinander so schön beieinanderso schön beieinanderGrüss euch Gott alle miteinander so schön beieinanderso schön beieinander – Grüss euch Gott Lasst uns die Welt doch erspürendie wunderschöne Heimat deinwir werden dort gern flanierenA Dso sind wir dann nicht…

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  • Oktoberfest

    Oktoberfest

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    Am Oktoberfest feiern und die Zukunft planen, nach Johann Strauss Hier der Link zur Orginalmelodiehttps://youtu.be/kqEYL9rtzAY?si=9MYKRodZyBtYIdi1 Sabina oh Sabina beim Oktoberfestdas war für mich der wirklich grosse Testihre Augen strahlen wunderbarund ich lieb sie mit Haut und Haar, hali hala Hey hey Mama, ich bring Sabina nach HausHey hey Mama, bereit den Freudenstrauss Sabina oh Sabina…

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  • Eigentum

    Eigentum

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    Ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe, der das Eigentum als Gedanke bestimmt, um weitere Verse ergänzt Ich weiss, dass mir nichts mehr gehörtals der Gedanke, der ungestörtaus meiner Seele will fliessen,und jeder günstige Augenblickden mich ein liebendes Geschickvon Grund aus lässt geniessen. Es sei Eigentum – erwächst Verpflichtungstatt Geltung und Prunk Doch Menschen streben…

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  • Wenn es Winter wird

    Wenn es Winter wird

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    Ein Gedicht von Christian Morgenstern, mit ein paar kleinen Änderungen von mir vernotet. Es beschreibt den Winter (I) Der See hat ‘ne Haut bekommenso dass man fast drauf gehen kannund kommt ein großer Fisch geschwommenso stößt er mit seiner Nase an (I) Und nimmst du einen Kieselsteinund wirfst ihn drauf, so macht es klirrund titscher…

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  • Rhythmus der Zeit

    Rhythmus der Zeit

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    Nach dem Neujahrsgedicht von Johann Wolfgang von Goethe, durch mich ergänzt Ein neues Jahr hat neue Pflichtenein neuer Geist erwachtViel Glück bei deinen Tun und Dichtendas alte Jahr ist nun vollbracht. So schreite fort auf deinen Wegen – nutz jeden Schritt, der dir bleibtLicht Schatten schönes Leben – danach streben – all die Zeit Der…

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  • Vor lauter Lauschen

    Vor lauter Lauschen

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    Eine Bekannte hat mir das Gedicht von Rainer Maria Rilke vorgetragen, ich habe das gerne vernotet (I) Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,du Kind vor der großen GebärdeDenn siehe, der Herrgott er willdurch dich die Dinge bereden auf Erde (II) Was weißt du von jenen, die Gott nicht mehr sehn,weil sie nur im Werk…

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  • Osterfest

    Osterfest

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    Frau Marie-Claire Schumacher hat mir ein Lied zu Ostern geschenkt, es ist die deutsche Version (I) Bald feiern wir das Osterfest,bunte Eier finden wir im NestFrühlingswind in Häschens Ohrender Winter hat hier nichts verloren. (II) An dem Kreuz auf Golgathafür dich und mich war Jesus da,er gab sein Leben – es ist vollbrachtam 3, Tag…

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  • Fisches Nachtgesang

    Fisches Nachtgesang

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    Ein nachdenkliches Lied über das Schweigen

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  • Wer Sehnsucht kennt

    Wer Sehnsucht kennt

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    Ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe, angereichert mit zwei Strophen Nur wer die Sehnsucht kennt,Weiß, was ich leide!Allein und abgetrenntVon aller Freude, Seh´ ich ans FirmamentNach jener Seite.Ach! der mich liebt und kennt,Ist in der Weite. Irgendmal geht es zu Endnie es vermeideGlück ist mir mal so fremdwo ich wohl bleibe Sei es in…

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  • Reisekoffer

    Reisekoffer

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    Ein Gedicht von Joachim Ringelnatz, über den Koffer, der auf Reisen geht Es gibt der Worte nicht genug,Um Heim und Heimat laut zu preisen.Um zehn Uhr vierzig geht mein Zug.Adieu! Adieu! Ich muß verreisen. Mein Reisekoffer, frisch entstaubt,Folgt seiner Sehnsucht in die WeiteUnd hat mir freundschaftlich erlaubt,Daß ich ihn unterwegs begleite. Und Sehnsucht, Kohle und…

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  • Kleine Nachtmusik

    Kleine Nachtmusik

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    Mozart hat ein wunderbares Stück geschrieben, ich versuche es textlich zu untermalen Hier die Originalversion, ich habe diese sehr stark abgeändert Doch, doch, ich will es heute wissenund ich will dich heute küssenein Lächeln wir wohl erklingenZeit mit einer Schönen verbringen (2x) Und hoffe, dass es wohl entfachtund mit aller Machtwill ich seheneine schöne Nachtwill…

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  • Donauwalzer

    Donauwalzer

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    Der Donauwalzer ein wunderschönes Stück von Franz Strauss hier die Originalversion der Melodie Die Donau sie fliesst in vielen Ländern spriesstdort die Flaggen hiesstund sich in das Meer ergiesst So ruhig fliesst die Donau, erspringt Schwäbischer Albund bald das Schloss von Sigmaringenwas mag der Donau noch gelingen Ja und nach ein paar schönen Schlaufen kommt…

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  • Träumen von Frieden

    Träumen von Frieden

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    So träume ich vom Frieden Text zu einer Melodie von Johann Sebastian Bach Die Melodie, wie ich sie darbiete In der sternhellen Nacht da flüstert der Windund denk an die kommende Zeit die friedvoll beginntIch geh auf dich zu und wünsche einen schönen Tagund hoffe, das dass jeder gern den Frieden magso der Traum vom…

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  • Europalied

    Europalied

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    Ein Text zur Europahymne von Ludwig von Beethoven Lasst uns Brücken des Friedens bauenEuropa das will keinen Kriegkönnen den friedvollen Menschen vertrauenein jeder doch den Frieden liebtund unsere Hoffnung lasst uns wagenzeigt uns gern das helle Lichtso wollen wir es freudig tragenund strahlen im Gesicht Frieden, Freiheit und Wohlstand blüheEuropa sei das Vaterlandniemand gern woanders…

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  • Warnung

    Warnung

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    Heinrich Heine warnt davor seine Bücher zu drucken und zeigt Kontrolle auf (I) Solche Bücher lässt du drucken!Teurer Freund, du bist verloren!Willst du Geld und Ehre haben,Musst du dich gehörig ducken. (I) Nimmer hätt ich dir geraten,So zu sprechen vor dem Volke,So zu sprechen von den PfaffenUnd von hohen Potentaten! (I) Teurer Freund, du bist…

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  • Wanderratten

    Wanderratten

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    Heinrich Heine beschreibt in einem Gedicht das Leben der Ratten Es gibt zwei Sorten Ratten: Die Hungrigen und die Satten. Die Satten rasch ermatten Die Satten sind vergnügt zu Haus, Die Hungrigen die wandern aus. Sie klimmen wohl über Höhen, Sie schwimmen sogar durch die Seen; Ersäuft oder bricht das Genick, sie lassen die Toten…

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  • Vermächtnis

    Vermächtnis

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    Im Gedicht beschreibt Heinrich Heine sein Testament Nun mein Leben geht mal zu End,Mach ich darum mein Testament;Christlich will ich drin bedenkenMeine Feinde mit Geschenken. Diese würdgen, tugendfestenWidersacher will ich mästenAll mein Siechtum und Verderben,dürfen sie nun alles erben Ich vermach euch die Koliken,den Preußischen Hämorrhoiden.Bauch mit höllisch ZangenqualHarnbeschwerden, perfidendal Speichelfluß und Gliederzucken,Knochendarre in dem…

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  • Sorge

    Sorge

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    Johann Wolfgang von Goethe beschreibt hier die Sorgen der Menschen (I) Kehre nicht in diesem KreiseNeu und immer neu zurück!Lass, o lass mir meine Weise,Gönn, o gönne mir mein Glück! (I) Soll ich fliehen? Soll ichs fassen?Nun, gezweifelt ist genug.Willst du mich nicht glücklich lassen,Sorge, nun so mach mich klug! (II) Im holden Tal, auf…

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  • Sie erlischt

    Sie erlischt

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    Heinrich Heine und seine Vorstellung von einem Theaterstück (I) Der Vorhang fällt, das Stück ist aus,Und Herrn und Damen gehn nach Haus.Ob ihnen auch das Stück gefallen?Ich glaub, ich hörte Beifall schallen. (II) Ein hochverehrtes PublikumBeklatschte dankbar seinen Dichter.Jetzt aber ist das Haus so stumm,Und sind verschwunden Lust und Lichter. (II) Doch horch! ein schollernd…

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  • Soldatenliebchen

    Soldatenliebchen

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    Die Einstellung einer Frau, welche die Soldaten im Krieg als Geliebte begleitet nach Heinrich Heine Und die Husaren lieb ich sehr,Ich liebe sehr dieselben;Ich liebe ohne Unterschied,Die blauen und die gelben. Kavallerie und Infantrie,Ich liebe sie, mit allenGar manche Nacht so durchgelebtvergessen so die Qualen Ich lieb den Deutschen und Franzos,Welsche und Niederländschen,Ich liebe den…

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  • Selige Sehnsüchte

    Selige Sehnsüchte

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    Über Sehnsüchte wie Fernweh und Liebe schrieb Johann Wolfgang von Goethe dies Gedicht (I) Sagt es niemand, nur den Weisen,Weil die Menge gleich verhöhnet,Das Lebendge will ich preisenDas nach Flammentod sich sehnet. (II )In der Liebesnächte Kühlung,Die dich zeugte, wo du zeugtest,Überfällt dich fremde FühlungWenn die stille Kerze leuchtet. (I) Nicht mehr bleibest du umfangenIn…

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  • Liebliches

    Liebliches

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    Etwas Liebliches dichtet Johann Wolfgang von Goethe mit Einflüssen aus dem Orient Was doch Buntes dort verbindetMir den Himmel mit der Höhe?Morgennebelung verblindetund mit meinen Blicken flehe Sind es Zelte des Vesires,Die er lieben Frauen baute?Sind es Teppiche des Festes,Weil er sich der Liebsten traute? Rot und weiß, gemischt, BlumenfassWüßt ich Schönres nicht zu schauen,Doch…

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  • Licht und Wärme

    Licht und Wärme

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    Das Leben beginnt mit Licht und findet Glück in der Wärme der Liebe, so Heinrich Heine Der bess’re Mensch tritt in die WeltMit fröhlichem Vertrauen,Er glaubt, was ihm die Seele schwellt,Auch außer sich zu schauen,Und weiht, von edlem Eifer warmDer Wahrheit seinen treuen Arm. Doch alles ist so klein so eng,Hat er es erst erfahren,Da…

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  • Kupplerin

    Kupplerin

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    Johann Wolfgang Goethe dichtet wie ein junges Mädchen zu einem älteren Mann als Gesellschafterin gebracht wird. Ich führt einen Freund zum Maidel jung,Wollt ihm zu genießen geben,den jugendlichen, fröhlichen Schwungein frisches, warmes Leben Nun sitzen gespannt an ihrem Bett,Tät sich auf ihr Händlein stützen.Der Herr, der verhält sich gar nettTät gegenüber sitzen. Er spitzt die…

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  • Gefunden

    Gefunden

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    Ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe zu einem Blümlein (I) Ich ging im WaldeSo für mich hin,Und nichts zu suchen,Das war mein Sinn. (II) Im Schatten sah ichEin Blümchen stehn,Wie Sterne leuchtend,Wie Äuglein schön. (II) Ich wollt es brechen,Da sagt es fein:Soll ich zum WelkenGebrochen sein? (I) Ich grub’s mit allenDen Würzlein aus.Zum Garten…

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  • Der verlorene Dichter

    Der verlorene Dichter

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    Heinrich Heine unglücklich in Paris O, Deutschland, meine ferne Liebe,Gedenk ich deiner, wein ich fast!Das muntre Frankreich scheint mir trübe,Das leichte Volk wird mir zur Last. Nur der Verstand, so kalt und trocken,Herrscht in dem witzigen ParisO, Narrheitsglöcklein, Glaubensglocken,Wie klingelt ihr daheim so süß! Höfliche Männer! Doch verdrossenGeb ich den artgen Gruß zurück.Lächelnde Frauen! und…

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  • Der Kampf

    Der Kampf

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    Friedrich beleuchtet hier den Sinn von einen Kampf Nein, länger werd‘ ich diesen Kampf nicht kämpfen,den Riesenkampf der Pflicht.vermögest du des Herzens Flammentrieb zu dämpfen,So fordre, Tugend, dieses Opfer nicht. Geschworen hab‘ ich’s, ja ich hab’s geschworen,Mich zu bändigen.Hier ist dein Kranz, er sei auf ewig mir verloren,Nimm ihn zurück und laß mich sündigen. Zerrissen…

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  • Misere

    Misere

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    Heinrich Heine beschreibt hier seine Misere kränklich auf dem Tod zu warten Den Söhnen des Glückes schenk Lobin ihrem Leben, beneidenschenkt man ihnen friedlich schnellen Toddürfen in Freude verscheiden. Im Festkleid mit Rosen geschmückt,Die noch wie lebend blühten,Gelangen ins Schattenreich mit GlückFortunas Favoriten. Nie hatte Siechtum hat sie entstellt,wie beneide ich ihr LosGebrechen mich schmerzvoll…

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  • Rastlose Liebe

    Rastlose Liebe

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    Ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe rasch und zügig gesungen (I) Dem Schnee, dem Regen,Dem Wind entgegen,Im Dampf der Klüfte,Durch Nebeldüfte, (II) Immer zu! Immer zu!Ohne Rast und Ruh!Liebe durch Leidensoll’ sich entscheiden (I) Als so viel FreudenLeben vergeuden.Alle die Schmerzenso tief im Herzen (II) Ach, wie ich doch fühleso mich zermühleWie – soll…

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  • Rheinlied

    Rheinlied

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    Ein Loblied auf den Kölner Dom von Heinrich Heine Auf einer großen Weide gehenViel tausend Schafe silberweiß,Wie wir sie heute wandeln sehenSah‘ sie der allerält’ste Greis. Sie altern nie und trinken LebenAus einem unerschöpften Born,Ein Hirt ist ihnen zugegebenMit schön gebog’nem Silberhorn. Er treibt sie aus zu goldnen Toren,Er überzählt sie jede Nacht,Und hat der…

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  • Schafweide

    Schafweide

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    Friedrich Schiller beschreibt hier eine Schafweide Auf einer großen Weide gehenViel tausend Schafe silberweiß,Wie wir sie heute wandeln sehenSah‘ sie der allerält’ste Greis. Sie altern nie und trinken LebenAus einem unerschöpften Born,Ein Hirt ist ihnen zugegebenMit schön gebog’nem Silberhorn. Er treibt sie aus zu goldnen Toren,Er überzählt sie jede Nacht,Und hat der Lämmer keins verloren,So…

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  • Der schlichte Dichter

    Der schlichte Dichter

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    von Heinrich Heine, die Geschichte eines Dichters und seiner unerfüllten Liebe (I) Leise zieht durch mein GemütLiebliches Geläute.Klinge, kleines Frühlingslied,Kling hinaus ins Weite. (I) Kling hinaus, bis an das Haus,Wo die Blumen sprießen,Wenn du eine Rose schaust,Sag, ich laß sie grüßen. (II)Sie liebten sich beide,doch keiner wollt es dem andern gesteh’n;Sie sah’n sich an so…

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  • Don Juan

    Don Juan

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    Die Sache, wenn jemannd der Liebe süchtig ist, doch Verantwortung vergisst, nach Heinrich Heine (I) Schattenküsse, Schattenliebe,Schattenleben, wunderbar!Glaubst du, Närrin, alles bliebeUnverändert, ewig wahr? (I) Was wir lieblich fest besessen,Schwindet hin, wie Träumerein,Und die Herzen, die vergessen,Und die Augen schlafen ein. (II) Schaff mich nicht ab, wenn auch den DurstGelöscht der holde Trug;Behalt mich noch…

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  • Das verlassene Mägdlein

    Das verlassene Mägdlein

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    Eduard Mörike beschreibt hier den Alltag einer Magd. Früh, wann die Hähne kräh’n,Sternlein verschwinden,Muss ich am Herde steh’n,Muss Feuer zünden. Schön ist der Flammen Schein,Springen die Funken;Ich schaue traurig drein,In Leid versunken. Plötzlich, da kommt es mir,Treuloser Knabe,Dass ich die Nacht von dirgeträumet habe. Vollends Trän auf Träne dannstürzet hernieder;So kommt der Tag heranO ging…

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  • An Suleika

    An Suleika

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    Aus der Suche in orientalischen Quellen hat Johann Wolfgang von Goethe dieses Gedicht erdacht Dir mit Wohlgeruch zu kosenDeine Freuden zu erhöh’nKnospend müssen tausend RosenErst in Gluten untergeh’n. Um ein Fläschchen zu besitzenDas den Ruch auf ewig hältSchlank wie deine Fingerspitzen,Da bedarf es einer Welt; Einer Welt von Lebenstrieben,Die, in ihrer Fülle DrangAhneten schon Bulbuls…

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  • Die schlesischen Weber

    Die schlesischen Weber

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    Von Heinrich Heine eine Beschreibung der Weber und deren Hoffungen Sie sitzen am Webstuhl und fletschen Zähne:Im düstern Kerzenlicht keine TräneDeutschland, wir weben dein kaltes Leichentuch,Wir weben hinein den dreifachen Fluch –Wir weben, wir weben! Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebetenIn Winterskälte und Hungersnöten;Wir haben vergebens gehofft und geharrt –Wir wurden geäfft, gefoppt…

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  • Das Göttliche

    Das Göttliche

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    Johann Wolfgang von Goethe sieht das Göttliche im Menschen, einige Zeilen habe ich weggelassen Edel sei der Mensch, stets hilfreich und gut!Denn das allein unterscheidet ihn heutvon allen Wesen, wir mögen kennen.du bi da bi du du da do du nennen Heil den unbekannten höhern Wesen,Die wir ahnen! Ihnen gleiche der Mensch;Sein Beispiel lehr uns…

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  • An den Schlaf

    An den Schlaf

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    Ein Gedicht von Wolfgang von Goethe über die Macht vom Schlaf Der du mit deinem MohneSelbst Götteraugen zwingst,Und Bettler oft zum Throne,Zum Mädchen Schäfer bringst, Vernimm: TraumgespinsteVerlang ich heut von dir,Den größten deiner Dienste,Geliebter, leiste mir. An meines Mädchens SeiteSitz ich, ihr Aug spricht Lust,Und unter neid’scher SeideSteigt fühlbar ihre Brust; Oft hatte meinen KüssenSie…

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  • An den Frühling

    An den Frühling

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    Friedrich Schiller lobt hier den Frühling Willkommen schöner Jüngling!Du Wonne der Natur!Mit deinem BlumenkörbchenWillkommen auf der Flur! Ei! Ei! Da bist ja wieder!Und bist so lieb und schön!Und freu’n wir uns so herzlich,Entgegen dir zu geh’n. Denkst auch noch an mein Mädchen?Ei lieber denke doch!Dort liebte mich das Mädchen,Und’s Mädchen liebt mich noch! Fürs Mädchen…

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  • Lohengrin

    Lohengrin

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    Ein Gedicht von Wolfram von Eschenbach, das Einblick in die Poesie des Mittelalters gewährt Laß, Herre, mich nicht übersehen,Was mir an Heil und Huld geschehen,An Seligkeit, die endelos.Dein Kind und Dein Sippengenoß Bin ich, Dir ganz ungleicher:Ich Armer und Du Reicher,Versippt in Deiner Menschlichkeit,Doch teilhaft Deiner Göttlichkeit, Das Vaterunser mich nennet,Als Kind mich anerkennet.Wes Leben…

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  • Eherner Reiter

    Eherner Reiter

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    Aus einen Gedichtband von Alexander Puschkin zu St. Petersburg (I)Trübselig in des Wortes wahrem Sinn,Vom Fuhrmann bis zum edelsten Poeten,Sei es unser Lied!Gram drückt sich aus darinAls ob wir niemals Grund zur Freude hätten.Wo man in Rußland singt, nur zu BeginnSingt man auf die Gesundheit froh bei Feten, (II) Doch bald schwelgt in schwermütiger HarmonieDer…

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  • Der Wahlstreit

    Der Wahlstreit

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    Ein Gedicht von Walter von der Vogelweide, zeigt das Mittelalter Ich hört‘ ein Wasser rauschenund ging den Fischen lauschen,ich sah die Dinge dieser Welt,Wald, Laub und Rohr und Gras und Feld,was kriechet oder flieget,was Bein zur Erde bieget,das sah ich, und ich sag‘ euch das:Da lebt nicht eines ohne Haß. Das Wild und das Gewürme,die…

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  • Zeit vertreiben

    Zeit vertreiben

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    Wie die Zeit vergeht, dazu Gedanken von Rainer Maria Rilke Wunderliches Wort : die Zeit vertreiben !Sie zu halten, wäre das Problem.Denn, wen ängstigt nicht wo ist ein Bleiben,wo ein endlich Sein in alledem? Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegenjenen Raum, der ihn nach Abend nimmt:Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legenund das willig Liegende…

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  • Spätherbst in Venedig

    Spätherbst in Venedig

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    Ein Gedicht von Rainer Maria Rilke, mit Anspielungen zu Venedig. (I) Nun treibt die Stadt schon nicht mehr wie ein Köder,der alle aufgetauten Tage fängt.Die gläsernen Paläste klingen spröderan deinen Blick. Und aus den Gärten hängt (I) der Sommer wie ein Haufen Marionettenkopfüber, müde, taumelnd, umgebrachtAber vom Grund aus alten Waldskelettensteigt Willen auf : sollte…

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  • Ich lebe mein Leben

    Ich lebe mein Leben

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    Eine Hommage von Rainer Maria Rilke an das Leben Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,die sich über die Dinge ziehn.Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringenaber versuchen will ich ihn. Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,und kreise jahrtausendelang;ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturmoder vielmehr großer Gesang. Ich gehe…

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  • Geflügeltes Entzücken

    Geflügeltes Entzücken

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    Rainer Maria Rilke beschreibt hier eine Lebenserfahrung, die jeder gerne hat Da dich das geflügelte Entzückenüber manchen frühen Abgrund trug,baue jetzt der unerhörten Brückenkühn berechenbaren Bug. Wunder ist nicht nur im unerklärtenüberstehen so mancher Gefahr;erst in einer klaren reingewährtenLeistung wird das Wunder wunderbar. Mitzuwirken ist nicht Überhebungan dem unbeschreiblichen Bezug,immer inniger wird die Verwebungnur Getragensein…

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  • Eros

    Eros

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    Von Rainer Maria Rilke die Wirkung welche Eros auf die Menschen ausübt Masken! Masken! Daß man Eros blendeWer erträgt sein strahlendes Gesicht,wenn er wie die Sommersonnenwendefrühlingliches Vorspiel unterbricht. Wie es unversehens im Geplauderanders wird und ernsthaft . . . etwas schrieUnd er wirft den namenlosen Schauderwie Tempel Innres über sie. Oh verloren, plötzlich, oh verloren!Göttliche…

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  • Es winkt zu Frühling

    Es winkt zu Frühling

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    Ein Gedicht von Rainer Maria Rilke über den Frühling Es winkt zu Frühling aus allen Dingen,aus jeder Wendung weht es her: Gedenk!entschließt im künftigen sich zum Geschenk,ein Tag, an dem wir fremd vorüber gingen Wer rechnet unseren Ertrag? Wer trenntuns von alten, von vergangnen Jahrenhaben wir seit Anbeginn erfahren,so daß sich eins im anderen erkennt?…

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  • Der Dichter

    Der Dichter

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    Rainer Maria Rilke beschreibt den Tag eines Dichters, wo ich mich wiederfinde Du entfernst dich von mir, schöne Stunde.Wunden schlägt mir jetzt dein Flügelschlag.Allein: was soll ich mit meinem Munde?mit meiner Nacht? mit meinem Tag? Ich habe keine Geliebte, kein Haus,keine Stelle auf der ich lebe.und werden alle reich und saugen aus.Dinge, an die ich…

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  • Der Apfelgarten

    Der Apfelgarten

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    Das Gedicht von Rainer Maria Rilke über den Apfelgarten und die reiche Ernte Komm gleich nach dem Sonnenuntergangesieh das Abendgrün des Rasengrunds;ist es nicht, als hätten wir es langeangesammelt und erspart in uns, um es jetzt aus Fühlen und erinnernneuer Hoffnung, halbvergessnen Freunvermischt mit Dunkel aus dem Innern,in Gedanken vor uns hinzustreun Das Gewicht von…

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  • Blaue Hortensie

    Blaue Hortensie

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    Am Beispiel der blauen Hortensie betrachtet Rainer Maria Rilke die Natur (I) Wie das letzte Grün in Farbentiegelnsind diese Blätter, trocken, stumpf und rauh,hinter den Blütendolden, die ein Blaunicht auf sich tragen, nur von ferne spiegeln. (I) Sie spiegeln es verweint und ungenau,als wollten sie es wieder verlieren,wie in alten blauen BriefpapierenGelb in ihnen, Violett…

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  • Forelle

    Forelle

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    Ein hintergründiges Gedicht von Christian Schubart, bekannt durch Frank Schubert. In einem Bächlein helle,Da schoß in froher EilDie launische ForelleVorüber, wie ein Pfeil:Ich stand an dem Gestade,Und sah‘ in süsser RuhDes muntern Fisches BadeIm klaren Bächlein zu. Ein Fischer mit der RuteWohl an dem Ufer stand,Und sah’s mit kaltem BluteWie sich das Fischlein wand.So lang…

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  • Hans Guck in die Luft

    Hans Guck in die Luft

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    Aus dem Buch Struwelpeter, bis zum Sturz in den Fluss Wenn der Hans zur Schule ging Stets sein Blick am Himmel hing Nach Dächern, Wolken, Schwalben Den Blick oben halten Vor die eignen Füsse dicht, Ja, das sah der Bursche nicht, Stolpert, dass ein jeder ruft Seht den Hans Guck-in-die-Luft! Zeit verpufft – guckt in…

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  • Zwiegespräch

    Zwiegespräch

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    Mit Chat GPT habe ich ein Lied entwickelt und nur wenig korrigiert. Lyrik durch Computer? Im Zwielicht der Gedanken, so schwer und auch so frei,zwei Seelen sich versanken, im Flüstern, leise, scheu.Das Erleben tief gespeichert, in jedem Wort, in jeder Macht,Angst, Krankheit, Tod und Hoffnung, um Verstand gebracht Geburt und Freude, eng umschlungen, in Zeit…

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  • Korken

    Korken

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    Nach einen Gedicht von Christian Morgenstern die Geschichte vom Korken Ein blonder Korke spiegelt sichin einem Lacktablettallein er sah sich dennoch nicht,selbst wenn er Augen hätt! Das macht, die er senkrecht steigtzu seinem Spiegelbild!Wenn man ihn freilich seitwärts neigt,zerfällt, was oben gilt. O Mensch, gesetzt, du spiegelst dichim, sagen wir, im All!Und senkrecht! – wärest…

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  • Der Würfel

    Der Würfel

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    Wie ein Würfel sich und seine Mission fühlt nach Christian Morgenstern Ein Würfel sprach zu sich: was Ich binbestimmt selbst nicht völlig zum Gewinn! Denn meines Wesens sechste Seiteund sei es auch ein Auge bloßsieht immerdar statt in die Weiteder Erde ewig dunklen Schoß. Als dies die Erde, drauf er ruhtevernommen, ward ihr schlimm zu…

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  • Wiegenlied

    Wiegenlied

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    Schlaf Kindlein schlaf beruht auf Christian Morgenstern, in seinen Gedicht schreibt er wesentlich provokanter Schlaf, Kindlein, schlaf,am Himmel steht ein Schaf;des Schaf, das ist aus Wasserdampfund kämpft wie du den Lebenskampf.Schlaf, Kindlein, schlaf. Schlaf, Kindlein, schlaf,die Sonne frisst das Schafleckt es heiss weg vom blauen Grundmit langer Zunge wie ein HundSchlaf, Kindlein, schlaf. Schlaf, Kindlein,…

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  • Die Westküsten

    Die Westküsten

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    Ein diplomatischer Versuch nach Christian Morgenstern die Westküsten abzuschaffen Die Westküsten traten in Köln zusammenund zu folgenden Beschluss gelangengibt sofort weder Ost- noch Westküstendass sie nun genau am besten wüssten!“ Für immer heut dieses Joch abschütteln,nur geschaffen von den Menschenbüttelnwollen wieder ihre Freiheit habendie man einst hat so einfach begraben Wie sich befreien, wie sich…

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  • Der Papagei

    Der Papagei

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    Für Christian Morgenstern hat der Papagei die Sprache für den Menschen erfunden Es war einmal ein Papagei,der war beim Schöpfungsakt dabeiund lernte gleich am rechten Ortdes ersten Menschen erstes Wort. Des Menschen erstes Wort war Aund hieß fast alles, was er sah,z. B. Fisch, z. B. Brot,z. B. Leben oder Tod. Erst nach Jahrhunderten voll…

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  • Pfiffe

    Pfiffe

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    Pfiffe kaufen, um den Nachbarn loszuwerden, ein Rezept von Christian Morgenstern (I) Eine Anzeige las man:von Manuel WasserhahnPfiffe such hundertweiszahl dafür jeden Preis (I) Um sechs Uhr kam der erste Pfiffvon einem alten Kohlenschiff.Um acht Uhr waren’s tausend schon.Um neun Uhr ‘ne halbe Million. (I) Manuel Wasserhahn klugdenkt sich jetzt hab ich genugIhr Pfiffe! geht…

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  • Die Oste

    Die Oste

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    Als Alternative zur Weste sollen Schneider eine Oste machen, meint Christian Morgenstern (I) Er ersann zur Westesprach mit großer Gesteersinn neu die Oste!Sprach:,Was es auch koste! (II) Laßt uns auch von hintenseidne Hyazinthensamt Karfunkelknöpfenunsern Rumpf umkröpfen! (II) Nicht nur auf dem Magenlaßt uns Uhren tragennicht nur überm Herzenunsre Sparsesterzen! (II) Fort mit dem betresstenPrivileg der…

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  • Die Luft

    Die Luft

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    Was sich die Luft von Gott wünscht erklärt Christian Morgenstern Die Luft war einst dem Sterben nah.Hilf mir, mein himmlischer Papa‘,schrie sie laut mit so trübem BlickIch werde dumm, ich werde dick du weißt ja sonst für alles Ratschick mich auf Reisen, in ein Badauch saure Milch wird empfohlen;oder lass den Teufel holen Der Herr,…

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  • Der Hecht

    Der Hecht

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    Ein Gedicht von Christian Morgenstern über den Sinn von Vegetarismus Der Hecht von Sankt Anton bekehrtin Zukunft keinen Fisch verzehrtam vegetarischen Gedankenmoralisch sich emporranken. Er aß seit jenem nur noch diesSeegras, Seerose und Seegries.Doch Gries, Gras, Rose floß, o Grausentsetzlich kommt hinten raus. Der ganze Teich ward angesteckt.Fünfhundert Fische sind verreckt.Doch Sankt Anton, gerufen eiligsprach…

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  • Drei Spatzen

    Drei Spatzen

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    Christian Morgenstern porträtiert hier drei Spatzen, die im Winter leiden (I) In einem verdürrten Haselstrauch,da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch. (I) Der Erich rechts und links der Franzmittendrin der kleine, freche Hans. (II) Sie haben die Augen zu, ganz zu,und obendrüber, da schneit es, hu! (I) Sie rücken zusammen dicht an dicht.So warm, wie…

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  • Henkersmaid

    Henkersmaid

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    Christian Morgenstern beschreibt den Wunsch des Verurteilten an die Henkersmaid Sophie, mein Henkersmädelkomm, küsse mir den Schädel!Zwar ist mein Mundein schwarzer Schlunddoch du bist gut und edel! Sophie, mein Henkersmädelkomm, streichle mir den Schädel!Zwar ist mein Hauptdes Haars beraubtdoch du bist gut und edel! Sophie, mein Henkersmädel,komm, schau mir in den Schädel!Die Augen zwar,sind nicht…

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  • Die Schildkröte

    Die Schildkröte

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    Christian Morgenstern beschreibt das lange Leben einer Schildkröte Ich bin nun tausend Jahre altund werde täglich älter;der Gotenkönig Theobalderzog mich im Behälter Seitdem ist mancherlei geschehn,doch weiß ich nichts heut davon;später, da läßt für Geld mich sehnein Kaufmann zu Heilbronn. lebe heute ausgestellt im Zooals seltenes Unikatüber langes Lebens nicht frohwer gibt mir guten Rat…

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  • Das Knie

    Das Knie

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    Ein Gedicht von Christian Morgenstern, das Knie, welches überlebt und durch die Welt zieht Ein Knie geht einsam durch die Welt.Es ist ein Knie, sonst nichts!Es ist kein Feld! Es ist kein Zelt!Es ist ein Knie, sonst nichts. Im Kriege ward einmal ein Mannerschossen dann, sonst nichtsDas Knie war einsam, und was kamEs ist ein…

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  • Böhmisches Dorf

    Böhmisches Dorf

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    Nach einen Gedicht von Christian Morgenstern, in einen böhmischen Dorf wird nichts verstanden Palmström reist, mit einem Herrn von Korf,in sogenanntes Böhmisches Dorf.Unverständlich bleibt ihm alles dort,von dem ersten bis zum letzten Wort. Von Korf wegen Reim begleitetweiss nicht, wie man sich nun entscheideter ist um guten Rat verlegener mag die Leute ja gern mögen.Denn…

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  • Goldener Becher

    Goldener Becher

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    Clemens Bretano baut auf dem Gedicht König von Thule auf und sucht den Becher Durch den Wald mit raschen Schrittenziehe ich durch’s Leben hinFreude sind, was Leid gelittenSchweres Herz hat leichten Sinn Von ‘nen Becher muss ich hörenKomm reiche mir deine Hand,Denn er muss bald uns gehörenziehen wir ins weite Land Die Sirene in den…

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  • König von Thule

    König von Thule

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    Nach einen Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe, Thema Freitod König in Thule lebteImmer gerecht sein magsein Leiden sie bewegteden gold’nen Becher gab. Und als er musste sterben,Zählt’ er sein Hab’ im Reich,Gönnt’ alles seinen Erben,Den Becher nicht zugleich. Sein Ende fand beim Königsmahl,Die Ritter um ihn her,im prächtigen KrönungsaalDort auf dem Schloß am Meer.…

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  • Bim bam bum

    Bim bam bum

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    Ein Gedicht von Christian Morgenstern, einen Glockenklang zu folgen Ein Glockenton fliegt durch die Nacht,wie hätt er Vogelflügel;fliegt in römischer Kirchentrachtwohl über Tal und Hügel. Er sucht die Glockentönin BIM,die ihm vorausgeflogen;es heisst die Sache ist sehr schlimmhat ihn nämlich betrogen. O komm‘ so ruft er kommt, dein BAMerwartet dich voll Schmerzen.Komm wieder, BIM, geliebtes…

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  • Zauberlehrling

    Zauberlehrling

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    Nach dem bekannten Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe, in gekürzter Form Hat der alte Hexenmeistersich doch einmal wegbegeben!Und nun sollen seine Geisterauch nach meinem Willen leben. Walle! Walle! manche Strecke, – dass, zum Zwecke,Wasser fliesse – und mit reichem, vollem Schwallezu dem Bade sich ergiesse. Und nun komm, du alter Besen!Nimm die schlechten Lumpenhüllen;Bist…

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  • Sein oder nicht sein

    Sein oder nicht sein

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    Eine Handlung von William Shakespeare gepackt in ein Lied Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage: Obs edler im Gemüt, die Pfeile schleudern erdulden einen See der Plage Widerstand, sterben, schlafen, meutern Nichts weiter! Und zu wissen, dass nur der Schlaf das Herzweh und die tausend Stösse endet, vielleicht auch träumen! Ja, ach so…

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  • Überzeugung

    Überzeugung

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    Nach einem Gedicht von Friedrich Hölderlin erweitert auf vier Strophen Als wie der Tag die Menschen hell umscheint,Und mit dem Lichte, das den Höhn entspringt,Die dämmernden Erscheinungen vereint,solch ein Wissen mit Geistigkeit gelingt. Und wie die Nacht die Dunkelheit bringtgegen die sich der Mensch mit Feuer wehrtund seine Kraft im Schlaf schliesslich versinktdas neue Tagwerk…

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  • Wir gehen am Meer

    Wir gehen am Meer

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    nach einem Gedicht von Max Dauthendey, Urlaubsgefühl Wir gehen am Meer im tiefen Sand, Die Schritte schwer und Hand in Hand. Das Meer geht ungeheuer mit, Wir geniessen jeden gemeinsamen Schritt Wir fühlen endlich winzig klein treten in eine Muschel ein. wollen so tief wie Perlen ruhn, Und werden stets schöner, wie die Perlen tun…

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  • Schnupfen

    Schnupfen

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    Wenn jemand Schnupfen hat, geht man ihn aus den Weg, nach einen Gedicht von Christian Morgenstern Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse,auf dass er sich ein Opfer fassedenn er sucht einen neuen Wirtdas tut er ganz unbeirrt Eine Frau sehr hübsch und noch ganz gar jungdie nimmt er ungeniert mit viel Schwunges war die schöne…

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  • Tintenfass

    Tintenfass

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    Ein Gedicht von Heinrich Hoffmann, bekannt durch die Illustration von Wilhelm Busch Es ging spazieren vor dem Torein kohlpechrabenschwarzer Mohr.Da kam der Ludwig hergeranntund trug sein Fähnchen in der Hand.Es gesellten sich dazu noch zweilachten verächtlich alle dreiweil der Mohr schwarz wie Tinte sei Da kam der große Nikolasmit seinem großen Tintenfaß.Der sprach: »Ihr Kinder,…

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  • Schnauz und Miez

    Schnauz und Miez

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    Geschichte von Hund und Katze bei einer Frau von Christian Morgenstern Ri-ra-rumpelstiez,wo ist der Schnauz, Wo ist die Miez?Der Schnauz, liegt da beim Ofenund leckt sich genüsslich die Pfoten.Die Miez, schaut runter auf die Strasseund schielt auf die Porzellan Vase Rumpeldipumpel, schnaufeschnauf,da kommt die Frau die Treppe rauf.Was bringt die Frau dem Kätzchen?Einen Knäul, einen…

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  • Sauerampfer

    Sauerampfer

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    Die Geschichte eines Sauerampfers am Bahngleis von Joachim Ringelnatz (I) Ein Sauerampfer auf dem DammStand zwischen Bahngleisen,Machte vor jedem D-Zug stramm,Sah viele Menschen reisen. (II) Und stand verstaubt und schluckte QualmSchwindsüchtig und verloren,Ein armes Kraut, ein schwacher Halm,Mit Augen, Herz und Ohren. (II) Er wäre gern mal auf Reisendenn träumt so gern von der Weltdoch…

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  • Nun wohne du darin

    Nun wohne du darin

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    Das Gedicht von Christian Morgenstern erinnert an mein Elternhaus Nun wohne du darin,in diesem leeren Hause,aus der Welt Gebrauseherausfloh und wieder dahin. Zustand ist bescheidendie Heizung, die uns jetzt fehltwie das Leben mal wählteinfach mal dafür entscheiden Was ist nun noch mein Sinndient dir vielleicht als Pauseeine Sommerklauseund als Ausgangspunkt gerne nimm Man mag es…

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  • Heimatlos

    Heimatlos

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    Nach einem Gedicht von Joachim Ringelnatz In dem Haus, wo ich zu Gasthabe ich mich etwas erschrecktes hat mir nicht gepasstwar eine Maus im Versteck, Bewegte sich regte sichalles hinter einem Brettstörte mich und leise sprichbist du adrett oder nett Sah mich lange, bange anein kleines weisses Mäuschenwas ich mir doch erlauben kannin ihren kleinen…

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  • Frosch und Enten

    Frosch und Enten

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    Am Ende haben die Enten verloren, der Frosch hatte Glück, die Enten sind am Ende Sieh′ da, zwei Enten jung und schön, Die wollen an den Teich hingehn. Zum Teiche gehn sie munter Tauchen die Köpfe unter. Ein grüner Frosch jetzt im Schnabel der ist nun ganz schön im Trouble Sie denkt ihn zu verschlingen.…

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  • Flöhe und Läuse

    Flöhe und Läuse

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    Ein Gedicht von Theodor Storm mit einem Vers ergänzt Die Flöhe und die Läuse.Die hatten sich beim SchopfUnd kämpften gar gewaltigAuf eines Buben Kopf. Sie juckten und sie zwicktenund gaben niemals ruhso sie niemand erquickenwie lange schaut man zu Das nahm der Bube übelUnd haschte Floh und LausUnd macht‘ mit einem DübelDen Kämpfern den Garaus.…

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  • Der Vogel

    Der Vogel

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    Den Tod mit Humor nehmen, ein Rezept von Wilhelm Busch Ein Vogel am Ast angeleimt,Er flattert sehr und kann nicht heim.Es wird bald mit zu Ende seinTod kommt schleichend rein So will ich keine Zeit verlieren,Will noch ein wenig quinquilierenUnd lustig pfeifen wie zuvorWas ich brauchen kann, ist Humor Ein schwarzer Kater schleicht herzu,Die Krallen…

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  • Blümlein hübsch und fein

    Blümlein hübsch und fein

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    Ein Lied nach einem Gedicht von Wilhelm Busch. (I) Sie war ein Blümlein hübsch und fein,Hell aufgeblüht im Sonnenschein (I) Er war ein junger SchmetterlingDer selig an der Blume hing. (II) Oft kam ein Bienlein mit GebrummUnd nascht und säuselt da herum. (I) Oft kroch ein Käfer kribbelkrabAm hübschen Blümlein auf und ab. (II) Ach…

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  • An meine kleine Freundin

    An meine kleine Freundin

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    Ein Gedicht von Georg Heym, immer ein schönes Thema Wer hätte das gedachtDas kam wohl über Nacht.Denn als ich aufgewacht,Da warst auf einmal du Mein kleiner Herztyrann.Sieh doch mal einer an,Was Amor alles kann.Schon weiss ich, was ich tu, Mein Herz ist versilbertmit Sehnsucht bebildertein wenig verwildertSchenk mir dein Gold dazu Damit du gnädig bist,Und…

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  • Nachtgedicht

    Nachtgedicht

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    –

    Die ersten beiden Zeilen sind weltbekannt, vom Originalgedicht von Heinrich Heine fehlen ein paar Verse Denk ich an Deutschland in der Nacht,Dann bin ich um den Schlaf gebracht,Ich kann nicht mehr die Augen schließen,Und meine heißen Tränen fließen. Die Jahre kommen und vergehn!Seit ich die Mutter nicht gesehn,Zwölf Jahre sind schon hingegangen;Es wächst mein Sehnen…

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  • Schmetterling

    Schmetterling

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    Bei Heinrich Heine geht es schliesslich um die Rose, die dritte Strophe habe ich gedichtet Der Schmetterling in die Rose verliebt, Umflattert tausendmal, Ihn selber doch, aber, goldig zart, Umflattert der liebende Sonnenstrahl. Jedoch, in wen ist die Rose verliebt? Das wüßt ich gar zu gern. Ist es die singende Nachtigall? Ist es der schweigende…

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  • Hufeisen

    Hufeisen

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    Nach einem Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe, die Beziehung zu Christus habe ich weggelassen. Er lebt Gleichnis und Exempelfür ihn jeder Markt ein Tempel.So schlendert’ er in Geistes Ruh’Einst mit ihm einem Städtchen zu Sah etwas blinken auf der Straß’,ein zerbrochen Hufeisen was.Er sagte zum Begleiter drauf:Heb bitte doch das Eisen auf! Nun war…

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  • Was ist ein Kuss

    Was ist ein Kuss

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    Nach einem Gedicht von Friedrich Halm, wo ich den Reim verstärkt habe. Der Kuss, ein Wunder, ein einzigartiges Glückviel überbrücktDie Lippe küsst, wohin das Herz sich wohl neigt;Ehrfurcht die Hände, Mund zur Begegnung bereitDenn wie des Morgenlandes Weisen sangenund Freundschaft beleben zärtlich die Wangen Der Kuss ist für das Kind ein Weg zu Vertrauendarauf schauenBringt…

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  • Frage an das Herz

    Frage an das Herz

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    Gedicht von Friedrich Halm zur Liebe, konnte es unverändert übernehmen Mein Herz ich will dich fragen: Was ist denn Liebe, sag? „Zwei Seelen ein Gedanke, zwei Herzen und ein Schlag!“ Und sprich, woher kommt Liebe? „Sie kommt und sie ist da!“ Und sprich, wie schwindet Liebe? „Die war’s nicht, der’s geschah! Und was ist reine…

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  • Bumerang

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    –

    Ein Gedicht von Ringelnatz, zu dem ich drei Verse hinzugefügt habe. War einmal ein Bumerang; War ein Weniges zu lang. Bumerang flog ein Stück, Aber kam nicht mehr zurück. Publikum – noch stundenlang – Wartet auf Bumerang. War einmal in Sansibar Liebesferien das ist wahr täglich verliebter Blick zu oft die Brieftasche zück Publikum zu…

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  • Parnas

    Parnas

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    Worte von Goethe neu interpretiert und in ein Lied gefasst. Ein Pamphlet für die Musik Brüder, lasst uns alles wagen! eure reine Wange glüht. mit Musik eben auftragen dass ihr die Bewegung liebt Statt zu raffen Freude schaffen prasseln Reime statt die Steine Brüder, passt aber mächtig auf strömt dieser Brut entgegen lasset der Freude…

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  • Immer nur Ja

    Immer nur Ja

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    Der Zwilling von Immer nur Nein. Dort einfach Nein durch Ja ersetzt. Mein schnellstes Lied. Soll’s der Schwager verstehen – Jawas von ihm gesehen – Jaoder gar mehr aufgehen – Jain schönen Höhen – Ja Immer nur Ja – schön bist du daimmer nur Ja – das geht mir nahimmer nur Ja – find ich…

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  • Auf der Alm

    Auf der Alm

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    Eine Volksweise, die gerne in Lagern gesungen wird, mit anderer Melodie Auf der Alm da steht eine Kuh macht ihr Arschloch auf und zu! Da kommt ein Schwein zu dieser Kuh und schaut ihr beim pfeifen zu! Da fragt die Kuh das dumme Schwein Grüss Gott was darfs bitte sein? Da sagt das Schwein zur…

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  • Immer nur nein

    Immer nur nein

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    Frustrierend, dass sich niemand für den Schwager interessiert, immer nur nein Soll’s den Schwager schlecht gehen – Neinnoch von ihm gesehen – Neinoder ihn gar verstehen – Neinin schönen Höhen – Nein Immer nur nein – mach mich nur kleinimmer nur nein – find ich gemein Hast du meinen Schwager gestört – NeinNoch nie von…

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  • Schwierige Auskunft

    Schwierige Auskunft

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    Ich frage gerne die Leute, wenn ich was suche, doch nur wenige wissen wirklich Bescheid. Wie komme ich denn zum Bahnhof ist der Hauptbahnhof, richtig das ist schon wichtig ja, dann lauf ich mal los Zu Fuss oder mit Strassenbahn wie lange brauche ich Zeit ist es wirklich weit wann kommt die nächste an Sorry,…

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  • Vortrag ans Hochzeitspaar

    Vortrag ans Hochzeitspaar

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    Ein Hochzeitslied, welches Freunde singen könnte Eure Hochzeitssonne scheint.Wir hoffen, dass ihr es ehrlich meint.Wenn wir nach zwei, vier, acht oder zehnvergangenen Jahren dann sehnhoffen wir, dass wir euch dann noch verstehn. Und wenn ihr dann – hinterher,euch sogar das Glück mal vermehrund dann – glücklicher als mit uns seid,noch gleich verliebt nach Probezeit,doppelte Freude…

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  • Ich habe dich so lieb

    Ich habe dich so lieb

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    Nach einen Gedicht von Joachim Ringelnatz, ein verzweifelter Versuch die Liebe zu erneuern Du, ich habe dich so lieb! möchte gerne bedenken es mit dir viel schönes gibt um dir den Tag zu schenken Ich habe dir nichts getan Nun ist mir traurig zu mut was ich wohl jetzt machen kann tut eine Rose wohl…

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  • Champagnerlied

    Champagnerlied

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    Georg Herwegh fragt in dem Gedicht nach dem Sinn des Kampfes und freut sich am Leben. Wir griffen jüngst, den Weltbrand anzufachen,Ihr Brüder, nach dem Schwert;Doch diese Welt, so lasst uns drüber lachen!Ist unsres Ernsts nicht wert.Juchhe, die Narrenschelle!Die Jugend ist ein Glas Champagnerwein:Drum will sie schnelle, schnelle,Gleich frisch an ihrer Quelle,Getrunken sein. Schenkt ein!…

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  • Abends

    Abends

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    Nach einen Gedicht von Georg Herwegh, einen grossen Lyriker Du siehst den Himmel sich mit Purpur schmücken,Doch alsbald, wie herauf die Sterne steigen,Sich hinterm Berg hinab den Purpur neigen,Denn er verschmäht′s, mit ihnen sich zu sticken. Soll ich das Herz mit seinem Haupte flicken? –Wenn abends stolz sich die Gedanken zeigen,Dann wird das Herz, krank,…

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  • Kritik des Herzens

    Kritik des Herzens

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    Wilhelm Busch denkt hier über eine Beziehung und sein angebliches Versagen nach. Vor Jahren warn wir mal entzweitStreithammel von übler Sortewir sagten beide zu jener Zeitviele bitterböse WorteDrauf handelten wir gemeinsam geschicktwir schlossen Frieden und habenbitterböse Worte ersticktund fest und tief begraben. jetzt ist es wirklich recht fatal,dass wieder ein Zwist notwendig.O weh! Die Worte…

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  • Max und Moritz

    Max und Moritz

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    Wilhelm erzählt mit seinen Bildern und der Geschichte von einem unrühmlichen Ende nach verrückten Streichen. Max und Moritz machten beide,Als sie lebten, keinem Freude:Bildlich siehst du jetzt die Streichesorgten für vieles GekreischeMit behaglichem Gekicher,Weil du selbst vor ihnen sicher. Aber du Leser bedenke stets:Wie man’s treibt, mein Kind, so oft geht’s.Ach was muss man oft…

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  • Durchweg lebendig

    Durchweg lebendig

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    Ein nachdenkliches Gedicht von Wilhem Busch, von mir ergänzt Nirgend sitzen tote Gäste. Allerorten lebt die Kraft. Ist nicht selbst der Fels, der feste, Eine Kraftgenossenschaft? Festgeschweisst ewig halte verbinden kleine Teile sie nur mit Dynamit spalte nun der Fels ewig weile Durch und durch aus Eigenheiten, So und so zu sein bestrebt, Die sich…

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  • Michael Kohlhaas

    Michael Kohlhaas

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    Grundlage ist die Novelle von Heinrich von Kleist, der die Auswüchse fehlender Rechtsmittel aufzeigt Ich möchte euch erzählen,was passiert, wenn Rechtswege fehlenund die Opfer Selbstjustiz wählenund Unschuldige quälen Michael Kohlhaas wurde betrogendas schlug bei Herrschenden keine Wogeneinfach kein Verfahren angesetztsomit Bürgerrechte verletzt Er hat den Fürsten höflich gebetener möge Gerichtsbarkeit auflegendie Beziehung zum Fürst den…

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  • Vive la Republique

    Vive la Republique

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    Das Gedicht von Georg Herwegh beschreibt die Republik in der Schweiz, für meinen Vortrag habe ich einige Verse gekürzt Berg an Berg und Brand an BrandLodern hier zusammen;Welch ein Glühen! – ha! so standIlion einst in Flammen.Ein versinkend KönigshausRaucht vor meinem Blicke,Und ich ruf‘ ins Land hinaus:Vive la république ! Heil’ge Gluten, reiner Schnee,Golden Freiheitkissen,Abendglanzumstrahlter…

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  • Freiheit ist Liebe

    Freiheit ist Liebe

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    Das schöne Gedicht zur Freiheit von Friedrich Halm habe ich um drei Strophen erweitert. Freiheit ist Liebe, Freiheit ist Recht Zum Menschen weiht und adelt sie den Knecht, Bewaffnet steht sie an des Thrones Stufen, Und Achtung dem Gesetz hört man sie rufen. Achtung uns selbst und unsrer Menschenpflicht. Wer sie verletzt, verdient die Freiheit…

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  • Lattenzaun

    Lattenzaun

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    Ein Galgengedicht von Christian Morgenstern, ein wenig erweitert Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum, hindurchzuschaun. Ein Architekt, der dieses sah, stand eines Abends plötzlich da und nahm den Zwischenraum heraus und baute draus ein großes Haus. Der Zaun indessen stand ganz dumm, mit Latten ohne was herum. Ein Anblick grässlich und gemein. ein Schreck…

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  • Der Seufzer

    Der Seufzer

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    Gefährlich, wenn es einen warm um das Herz wird :-), nach Christian Morgenstern Ein Seufzer lief Schlittschuh nachts auf dem Eis und träumte von Liebe und Freude. es war dort beim Stadtwall, und schneeweiss glänzten die alten Gebäude. Der Seufzer spürte nicht wie Zeit verging träumte weiter von seinem Glück wo führt das am Abend…

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  • Zauberer und Frosch

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    Ein humorvolles Gedicht vom Schweizer Schriftsteller Carl Spitteler, der einst den Literatur Nobelpreis erhalten hat Nachdenklich schritt ein Zaubrer auf und abWas nützt mir den der Zauberstab?Es gilt ja bloß zu wünschen, nur zu handeln;den Frosch verwandeln.« Er schwang den Stock, rief den Spruch »Abrada«,Und fertig stand der Engel da.Himmlisch und hehr, beschwingt mit schönen…

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  • Rakete und Kater

    Rakete und Kater

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    Ein Gedicht von Joachim Ringelnatz, dass ich gleichlange Verse leicht umgeschrieben habe. Hui! Die Rakete stieg. Sie fauchte In ferne, dunkle Abendwolken tauchte. Am Dach vorbei und höher, glühend jung. wundervoll in Linienschwung Auf dem Dache ein schwarzer Kater. Der sah die schöne Linie, was tat er? Zunächst: er fauchte ziemlich ebenfalls. Dehnte sich, reckte…

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  • Weisst du

    Weisst du

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    Das Original von Joachim Ringelnatz von mir als Lied umgeschrieben. Wie wohl Kinder zeugt der Tausendfuss wer weiss es wohl, ich nicht, weisst du’s wie die wohl anfangs gehen wie die später es sehen? Weisst du wohl, dass eines Flugzeugs Schatten, über Häuser, Bäume, Matten, Menschen, Tieren, Wasser schwebt, nichts und niemand widersteht? Jeder weiss,…

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  • Lange Beine

    Lange Beine

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    Das Original von Joachim Ringelnatz heisst Lautsprecher, viel ist von mir Du weisst sehr wohl, was du erweckst, als Frau, mit deinen schönen Beinen. ob du wenig oder mehr versteckst. das ist ein Spiel mit Scheinen. Spiel muss Fantasie belügen. manch Lüge ermisst nicht, was sie nimmt. Die Kühnheit genießt Vergnügen, Die weit hinaus in…

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  • Haarwechsel

    Haarwechsel

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    Das Original von Heinrich Heine heisst Wechsel, die Strophen 3-5 sind von mir gedichtet Mit der Brünetten hat’s ein Ende! Ich gerate dieses Jahr Wieder in ihre blauen Augen, Wieder in das blonde Haar. Die Blondine, die ich dann liebe, Ist so fromm, so sanft, so mild! In der Hand den Lilienstengel, Wäre sie ein…

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  • Hässige Menschen

    Hässige Menschen

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    Schaffen wir es wirklich, schlechte Menschen zu lieben, oder müssen wir den Tarif durchgeben? Ihr müsst sie lieb und nett behandeln, erschreckt sie nicht – sie sind so zart! Ihr müsst mit Palmen sie umwandeln, getreulich ihrer Eigenart! schlagt euern Hund, wenn er kläfft: Küsst diese hässigen Menschen, wo ihr sie trefft! Wenn sie in…

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  • Album meiner Frau

    Album meiner Frau

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    Das Gedicht von Friedrich Hebbel 1:1 übernommen In deiner Seele unbefleckten Adel, In ihrer Unschuld, wurzeln deine Schwächen, Und was die meisten vor gemeinem Tadel Bewahrt, das ist ihr innerstes Gebrechen. Es könnte einer dir das Leben rauben, Und wäre dir schon halb dein Blut entquollen, So würdest du ihm noch im Sterben glauben, Er…

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  • Patnos

    Patnos

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    Sehr frei interpretiert das häufige zitierte Gedicht von Friedrich Hölderlin Nah ist und dennoch schwer zu fassendas ist unser herrlicher GottWo Gefahr ist hoffen, und ihn lassendas Rettende kommt auch. Im Finstern wohnen und erzitternwenn die Adler furchtlos kreisenals Söhne der Alpen nie erzitternso weisst du was ich brauch Drum, da gehäuft stehen rings um…

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  • Meine Lieder

    Meine Lieder

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    Das Gedicht von Louise Otto Peters vertont, auf dem Liedblatt sind nur die ersten drei Verse. Als Kind schon nahm die Leier ich zu Handen – Denn früh verlernte ich der Kindheit Spiele; Ich träumte nur in stillen Dichterlanden Entrückt der Schwestern lärmenden Gewühle. Ob auch mein Lied verstimmt und schrill geklungen Gleich einer Glocke,…

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  • Hoffnung

    Hoffnung

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    Friedrich Schiller beschreibt in seinen Lied die Hoffnung Es reden und träumen die Menschen vielVon bessern künftigen Tagen,Nach einem glücklichen goldenen ZielSieht man sie rennen und jagen.Die Welt wird alt und wird wieder jung,Doch der Mensch hofft immer Verbesserung. Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,umflattert fröhliche Knaben,Den Jüngling locket ihr Zauberschein,wird mit dem Greis…

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  • Mädchen aus der Fremde

    Mädchen aus der Fremde

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    Friedrich Schiller zeigt hier den Bereicherung durch eine fremde Kultur; Gastfreundschaft In einem Tal bei armen Hirten Erschien mit jedem jungen Jahr, Sobald die ersten Lerchen schwirrten, Ein Mädchen, schön und wunderbar. Sie war nicht in dem Tal geboren, Man wußte nicht, woher sie kam, Und schnell war ihre Spur verloren, Sobald das Mädchen Abschied…

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  • Stündlein wohl vor Tag

    Stündlein wohl vor Tag

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    Das Gedicht von Eduard Mörike will motivieren früher aufzustehen Ein Stündlein wohl vor Tag Derweil ich schlafend lag, erst später aufstehn mag sang vor dem Fenster auf dem Baum Ein Schwälblein mir, ich hört‘ es kaum, Ein Stündlein wohl vor Tag: Hör an, was ich dir sag‘, Dein Schätzlein ich verklag‘: Derweil ich dieses singen…

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  • Unruhe der Nacht

    Unruhe der Nacht

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    Ich beim Lied jeden Vers den Titel vorangestellt. Einige Verse von Gottfried Keller habe ich beim Liedblatt ausgeklammert Unruhe der Nacht Nun bin ich untreu worden Der Sonn′ und dem Sonnenschein; Die Nacht, die Nacht soll Dame meines kleinen Herzens sein! Unruhe der Nacht Sie ist von düstrer Schönheit, Hat bleiches Nornengesicht, Und eine Sternenkrone…

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  • Dankbares Leben

    Dankbares Leben

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    Gottfried Keller beschreibt hier die Dankbarkeit für das Leben in seiner Zeit Was gestern freudig mocht′ das Herz erheben,Wir müssen′s lächelnd heute rückwärts stellen;Wenn die Erfahrungen des Geistes schwellen,Erlebnisse gleich Blumen sie durchweben. So mag man breiter stets den Strom erschauen,Auch tiefer mählich sehn den Grund wir winkendenn wissen, wir werden niemals versinkenUnd lernen täglich…

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  • Wartelohn

    Wartelohn

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    Wie ist es auf ein Rendevouz zu warten und mit Liebe beglückt zu werden? Morgenjunge Herrlichkeit, Hell die Welt und frisch der Wind, Wartend klopft mein Herz geschwind -: Eine Minute schon über der Zeit! Ach, wie oft schon sagt ichs meinen Kind Sie ist wichtig, die Pünktlichkeit! weil die Zeit langsam entsinnt, Und ich…

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  • Poetentod

    Poetentod

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    Ein Gedicht von Gottfried Keller, auf meinen Liedblatt habe ich nur fünf Strophen Der Herbstwind rauscht; der Dichter liegt im Sterben,Der letzten Sonne Strahl, netzt er den Mund;An seinem Lager knie′n die zarten Erben,Tut er den letzten Willen also kund: Mit dunklem Purpurwein, darin ertrunkenDie Blätterschatten fallen an der Wand;Dann wieder rückwärts auf den Pfühl…

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  • Henne und Ei

    Henne und Ei

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    Erklärt den Osterhasen, nach einem Gedicht von Eduard Mörike Die Gelehrten und die Pfaffenstreiten sich mit viel Geschrei,was hat Gott zuerst erschaffen –wohl die Henne, wohl das Ei! Wäre das so schwer zu lösen –erstlich ward ein Ei erdacht,doch weil noch kein Huhn gewesen –darum hat´s der Has` gebracht! Und es braucht genügend Futterdas ein…

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  • Der Floh

    Der Floh

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    Die Geschichte vom Floh endet bei Joachim Ringelnatz mit dem Entstehen zweier Flöhe. Beim Pferd gehören Flöhe zum Leben. Herr Müller hatte einen Floh Der stach Herrn Müller irgendwo Bedankte sich für die Ehre nahm er seine lange Schere Und schnitt ihn in zwei Teile Jedoch, nach ‘ner kurzen Weile Da wurden aus dem einen…

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  • Der Geizhals

    Der Geizhals

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    Bei Joachim Ringelnatz wird bis zum Verstecken das Goldes der Geizhals beschrieben. Das niemand was mitnehmen kann, ist bekannt Er zählt und rechnet und zählt immerzudem Geizhals lässt sein Geld keine Ruhdrei Säcke voll Gold gehörig schwerbesitzt er schon und er möchte noch mehr Im dunklen Garten vergräbt er sie danndamit sie ja keiner finden…

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  • Im Manöver Biwak

    Im Manöver Biwak

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    Das Leben der Soldaten, desertieren wird immer noch hart bestraft, warum sollen Menschen töten? Im Feld hintern Kirchhofsgemäuerlodert versteckt ein Lagerfeuerschlafen ermüdet die braven Soldatenund träumen von Gänsebraten Sie halten noch das Gewehr im Armder lange Mantel hält sie warmnur einer steht einsam am Feuer und wachthorcht hinaus in die schwarze Nacht Und sollte er…

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  • Schnupftabakdose

    Schnupftabakdose

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    Ein beliebtes Gedicht von Joachim Ringelnatz, bei mir lässt sich der Holzwurm das Nussholz schmecken Es war eine Schnupftabaksdosedie hatte einst Friedrich der Grossesich selbst geschnitzelt aus Nussbaumholzdarauf war die Dose mächtig stolz Da kam ein Holzwurm rein gekrochenhatte feinen Nussbaum gerochendie Dose erzählte lang und breitvon Friedrich dem Grossen seiner Zeit. Nannte den alten…

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  • Überall

    Überall

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    Eine sehr freie Interpretation des Gedichts von Joachim Ringelnatz, eine Hommage an die Freiheit Überall ist Wunderland.mit einer Burg am Strandund du hörst das Meer rauschenwillst mit keinem tauschen Überall ist Dunkelheit.stirbt mal was in der Zeitdie Sonne wird aufgehenall die Schönheit sehen Überall ist Ewigkeit.und du siehst so weitam Tag schaffst du dir Räumenachts…

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  • Zweifler

    Zweifler

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    Das Gedicht von Friedrich von Bodenstedt verändert und in Liedform gebracht Die Menge, schwer zu überzeugen kann Beispiel oder Macht nur beugen drum soll, wer lehrt, die Worte sparen und sich durch Handeln offenbaren Verhasst sind die Schwätzer alle mit ihrer Worte vollem Schwalle was nützen hier Glaubenswütige wie auch Verstandesübermütige. Die dann machen ihre…

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  • Sie zu ihm

    Sie zu ihm

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    Kurt Tucholsky über eine Liebe, wo die Zärtlichkeit fehlt Ich hab dir alles hingegeben mich, meine Seele, Zeit und Geld Du bist ein Mann – du bist mein Leben du meine kleine Unterwelt Doch habe ich mein Glück gefunden seh ich dir manchmal ins Gesicht Ich kenn dich in so vielen Stunden nein, zärtlich bist…

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  • Nachts im Wald

    Nachts im Wald

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    Christian Morgenstern hat einen Spaziergang nachts im Wald gedichtet, von mir vernotet und mit zwei Versen angereichert Bist du des nachts durch Wald gegangen, wo man den eigenen Fuss nicht sah Doch die Sehnsucht überwand dein Bangen: Dich führt der Weg. Hält dich Leid und Trübsal umfangen, dass du zitterst, welchem Ziel du nah? dein…

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  • Frühlingszeit

    Frühlingszeit

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    Friedrich von Bodenstedt hat ein romantischen Gedicht verfasst habe, daraus ein Lied erstellt Wenn der Frühling auf die Berge steigtUnd im Sonnenstrahl der Schnee zerfließt,Wenn das erste Grün am Baum Frische zeigtUnd im Gras das erste Blümlein sprießt –Wenn vorbei im TalNun mit einem MalAlle Regenzeit und Winterqual Schallt es von den HöhnBis zum Tale…

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  • Freie Wirtschaft

    Freie Wirtschaft

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    Meinung zur Wirtschaft von Kurt Tucholsky, von mir ein wenig umgetextet Ihr sollt Tarifverträge abbauenihr sollt auf die Direktoren vertrauensie Angestellten quatschen uns mehr hereinwollen freie Unternehmer sein Ja wohl – alles sei mirWir nicht – aber ihr Ihr solltet euch allesamt was schämenwollt von dem armen Staat noch Geld nehmenIhr braucht keine Heime für…

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  • Das Ideal

    Das Ideal

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    Kurt Tucholsky beschreibt hier unsere Wunschvorstellung, ein wenig abgeändert, wo es um Frauen geht Villa im Grünen mit Terrasse vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstrasse mit schöner Aussicht, ländlich-mondän vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn aber abends zum Theater nicht weit das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit Neun Zimmer – nein, vielleicht lieber zehn Ein…

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  • Aus

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    Von Tucholsky ein Gedicht über das Ende einer Beziehung vernotet Einmal müssen zwei auseinandergehn einmal will einer den andern nicht mehr verstehn einmal gabelt sich jeder Weg – und jeder geht allein Schuld wird dran niemand sein Einmal Schuld trifft halt die Ablauf der Zeit Vielleicht treffen wir uns in der Unendlichkeit den andern ganzes…

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  • An das Publikum

    An das Publikum

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    Grundlage ein Gedicht von Tucholsky, will das Publikum nachdenken? ja, dann hochverehrtes Publikumsag mal: bist du wirklich so dummund schon im Delirium Wie uns das geschieht an allen Tagendie Kulturbranche will sagen?Macht immer nur das Publikum frohspricht: »Das Publikum will es so!« Ja, dann .. Jeder Filmfritze sagt: »Was soll ich machen?man wünscht zuckrige Sachen!«Jeder…

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  • An meinen Kaktus

    An meinen Kaktus

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    Eine Hommage von Joachim Ringelnatz an seinen Kaktus Hey, du alter StachelkaksKein wenig wie Bohnerwachs,Kein Gewächs, das die Liebe sich pflückt,Sondern du bist nur verrückt. Ich weiss, dass du wenig trinkst.ohne dass du selber stinkst,Saugst du den Mief ein wie Tropenluft.Hast danach keinerlei Duft. Und du kaum in Blüte stehstdu niemals jemand anflehstund wer dich…

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