Eine Bekannte hat mir das Gedicht von Rainer Maria Rilke vorgetragen, ich habe das gerne vernotet

(I) Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,
du Kind vor der großen Gebärde
Denn siehe, der Herrgott er will
durch dich die Dinge bereden auf Erde

(II) Was weißt du von jenen, die Gott nicht mehr sehn,
weil sie nur im Werk ihn erkennen,
und wissen den Ort nicht mehr, wo sie stehn,
und nur noch die Stunden nennen.
(II) Und sieh, der Frühling der trägt noch kein Blatt,
und doch sind die Bäume so nahe.
Und jeder Strauch, der ein Geheimnis hat,
ist auf einmal da, das Wahre.
(I) Und dann meine Seele sei weit, sei weit,
dass dir das Leben gelinge,
breite dich wie ein Federkleid
über die fühlenden sinnenden Dinge.


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