Nach einen Gedicht von Kurt Tucholsky über die Sinnlosigkeit vom Krieg
Mutter, wozu den Sohn aufgezogen?
Hast es zwanzig‘ Jahr freiwillig gewählt
das Glück kam dir vielleicht zugeflogen
und du hast ihm leise alles erzählt?
Bis sie ihn dir weggenommen haben.
Für den Graben, Mutter, für den Graben.
Junge, kannst du noch an Vater denken?
Vater nahm dich gerne auf seinen Arm.
wollt dir immer einen Groschen schenken,
er spielte mit dir Räuber und Gendarm.
Bis sie ihn dir weggenommen haben.
Für den Graben, Junge, für den Graben.
Die Leute folgen brav Generälen
der Krieg ist verlorene böse Zeit
sie werden euch und ihr werdet quälen
für Staatswahn mit brutaler Grausamkeit
Ihr wart gut genug zum Fraß für Raben,
für das Grab, Kameraden, für den Graben!
Werft die Fahnen weg – im Krieg ein Stück Dreck
das Vaterland – packt euch ins Blutgewand
ein Krieg erfüllt welchen Zweck
Sehr ihr Todesröcheln und Gestöhne.
Drüben stehen Väter, Mütter, Söhne,
schuften schwer, wie ihr, um ihr Leben.
Wollt denen besser die Hände geben?
Die Bruderhand schönste aller Gaben
übern Graben, Leute, übern Graben


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