Bardentreffen – wo ich auftreten könnte

Als Student hatte ich mal am Bardentreffen gespielt, zuerst alleine, dann mit Hilfe einiger Mitstudenten und der Erfolg stellte sich mit den Mitsingenden rasch ein. Der Begriff Barde verbindet mich mit Troubadix aus den Asterix Heften, den niemand singen hören wollte. Er war ja auch alleine.

Ich glaube, um wirklich am Bardentreffen Erfolg zu haben, muss man mit einer Gruppe auftreten und Lautsprecher aufstellen, alleine geht man unter.

Das Bardentreffen in Nürnberg bezeichnet sich als Word of Music und es sind viele Gruppen, die auf verschiedenen Bühnen in der Altstadt auftreten. Der grösste Teil ist für nicht nominierte Künstler gesperrt. Es ist also mehr ein schöner, vielfältiger Konzertanlass, als eine Bühne für Strassenmusiker. Schön wäre es, zumindest eine Bühne zu haben, wo kurz vor Publikum jeder mal auftreten kann.

Ich bin an den drei Tagen jeweils kurz in der Stadt gewesen, Leute angesprochen, gespielt. Die meisten Passanten hatten kein Interesse, keine Zeit ist da ein beliebte Ausrede. Ich konnte mit einigen anderen Strassenmusikanten sprechen, insgesamt ist eine gute Übung gewesen.

Ob ich wieder an das Bardentreffen gehe, ist unsicher, meiner Meinung nach ist ein anderer weniger kommerzieller Anlass für mich mehr geeignet.

Ich fühle mich als Liedermacher und nicht als Strassenmusiker. Es gefällt mir nicht, wenn die Leute achtlos vorbeigehen, denn ich möchte über meine Lieder sprechen und Ansichten hören. Auf dem Bardentreffen ist das schwierig, denn hier habe ich den Eindruck, dass der Musikkonsum wichtiger ist, als der Dialog mit den Künstlern.